Vertreterversammlung der FBG Dreiländereck
Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Dreiländereck hielt kürzlich in Steinen ihre diesjährige Vertreterversammlung ab. Rund 2.200 Waldbesitzer, darunter 23 Kommunen, sind Mitglied bei der Holzvermarktungs-Organisation.
Der stellvertretende Geschäftsführer Ralf Schiller stellte den Vertretern des Privat- und Kommunalwaldes den Geschäftsbericht und die Bilanz 2024 vor. Im vergangenen Jahr wurden rund 37.000 Festmeter (Fm) Holz an- und verkauft, was etwa der Vorjahresperiode entsprach. Etwa 60 % der Holzmenge kam aus dem Kommunalwald, was ungefähr der Flächenverteilung der Mitgliedsbetriebe entspricht. Der Umsatz stieg auf knapp 4 Millionen Euro. Grund waren die sehr guten Preise für Stammholz. Beim Nadelstammholz blieben die Preise das Jahr über stabil mit rund 100 €/Fm für das sogenannte Leitsortiment Fichte. Es wurden gut 12.000 Festmeter Nadel-Stammholz verkauft.
Auch Buche, Esche und Eiche konnten sehr gut verkauft werden. Deren Nachfrage übertraf das Angebot deutlich. Etwa 2.500 Fm Eichenstammholz mit einem Durchschnittserlös von 544 €/ Fm wurden verkauft.
Die FBG richtete wie seit Jahren federführend die Douglasien-Wertholz-Submission zusammen mit weiteren Lieferanten aus. Dabei konnten fast 1.400 Fm wertvollen Douglasien- und Lärchen-Stammholzes angeboten werden. Davon entfielen 186 Fm mit einem Durchschnittserlös von 334 EUR/Fm auf den Wertholzplatz der FBG. Ebenso wurde die sehr erfolgreiche Markgräfler Eichen-Wertholz-Submission für die stark gesuchte Eiche mitorganisiert. Auf dem Lagerplatz Holzen konnten für die angebotenen 627 Fm Spitzenstämme durchschnittlich 1.292 €/Fm erziel werden, was etwa dem Vorjahr entspricht.
Es wurde ein Überschuss von etwa 121.000 Euro erwirtschaftet. Die Vertreterversammlung entschied, dass dieser der aufzubauenden Rücklage zugeführt und die aktuellen Leistungsentgelte bis zum Jahresende beibehalten werden.
Geschäftsführer Michel Meyer-Heisig berichtete über den Sachstand bei der geplanten Fusion der beiden Forstbetriebsgemeinschaften Dreiländereck und Kleines Wiesental. Das Ziel ist eine Effizienzsteigerung, um die Ausgaben zu reduzieren und die Leistungsentgelte absenken zu können. Der Zusammenschluss soll möglichst zum Beginn des kommenden Jahres realisiert werden. Das Modell wird den Mitgliedern voraussichtlich im Oktober dieses Jahres vorgestellt.
Die FBG rät aktuell den Waldbesitzern, vor der Holzbereitstellung unbedingt den Kontakt mit dem Revierleiter oder der FBG aufzunehmen, um die aktuellen Absatzmöglichkeiten zu erfragen. Es ist eine gute Nachfrage nach Nadelholz vorhanden. Wegen der anstehenden Sägerferien sind die Hiebe aber zu koordinieren, um Qualitätsverluste zu vermeiden.
Flyer der Forstverwaltung mit Details zur 4. Bundeswaldinventur für den Lkr Lörrach: hier klicken